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Wir waren dabei!
Leipziger Frühjahrssymposium

Projektleiterin Lisa Landeck im Gespräch

Bereits zum dritten Mal waren wir beim Frühjahrssymposium des Landeskompetenzzentrums zur sprachlichen Bildung und Förderung an Kindertageseinrichtungen in Sachsen (LakoS) mit einem Stand vertreten.

Wir sprachen mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern, stellten unsere Arbeit sowie die von den Sprachmentorinnen und Sprachmentoren vor und blicken nun mit inspirierenden Eindrücken auf den Fachtag unseres Partners zurück.

Besonders bereichernd waren der offene Austausch, das große Interesse am Landesprogramm sowie die Begegnung mit Fachkräften aus Landkreisen, in denen bisher noch keine Sprachmentorinnen oder Sprachmentoren tätig sind.

Projektkoordinatorin Julia Mende berichtete dazu:

Es freut uns sehr, dass wir mit unserem Stand Fachkräfte aus ganz Sachsen erreichen konnten. Wir luden sie herzlich zu unserem Fachtag Zwischen Brotdose und Bilderbuch. Mit Kindern Sprache erleben am 29.09.2026 nach Dresden ein - eine Gelegenheit, um vom Angebot des Landesprogramms zu profitieren.

Julia Mende, Projektkoordinatorin der Koordinierungsstelle des Landesprogramms

Sprachmentorinnen vor Ort

Bingo-Karten der Leipziger Sprachmentorinnen

Am Fachtag im September werden die Sprachmentorinnen des Landesprogramms aktiv mitwirken. Auch das Frühjahrssymposium nutzten sie zur Vernetzung mit der Praxis.

Beispielsweise waren die Leipziger Sprachmentorinnen vertreten und präsentierten ihre Angebote für pädagogische Fachkräfte der Stadt Leipzig mit ihrem aktuellen Fortbildungskatalog, ihrer Broschüre und Bingo-Karten, die zur Reflexion anregen.

 

Darüber hinaus boten Workshops und Vorträge wertvolle Impulse. Wissenschaftliche Evidenz belegt: Der Erwerb von Sprachkompetenzen im Deutschen gelingt mehrsprachig aufwachsenden Kindern umso besser, je stärker sie auch in ihrer Herkunftssprache (alltagsintegriert) sprachlich gefördert werden.

Dabei diente beispielsweise in mehreren Kitas das gemeinsame Aufmalen (mit Eltern und pädagogischen Fachkräften) von Wochenenderlebnissen als Gesprächsanlass, wechselseitig in der Kita und zu Hause. Dadurch wurde die Methode des handlungsbegleitenden Sprechens quasi auch in die Herkunftssprache verlegt. Das nur scheinbar paradoxe Fazit: Gerade eine kultursensible sprachliche Bildung – die Wertschätzung und Dialogförderung auch in der Herkunftssprache – hilft beim Spracherwerb des Deutschen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Bedeutung von Reflexion eigener Haltungen. Im Vortrag von Prof. Dr. Timm Albers wurde bspw. deutlich, dass die Einstellung zu Mehrsprachigkeit das pädagogische Handeln beeinflusst und diese Einstellungen veränderbar sind.

Solche Begegnungen unterstreichen, wie wertvoll regelmäßige Reflexion, Vernetzung und gemeinsames Lernen sind.

Ein großes Dankeschön an alle, die vorbeigeschaut, mitdiskutiert und ihre Erfahrungen geteilt haben. Wir nehmen viele Ideen mit und freuen uns darauf, diese weiterzudenken und in unsere Arbeit einfließen zu lassen!

Neugierig geworden?

Viele Einrichtungen in Sachsen profitieren bereits von den kostenfreien Angeboten des Landesprogramms. Sie möchten mehr erfahren oder wünschen sich Unterstützung? Dann wenden Sie sich direkt an Ihre zuständigen Sprachmentorinnen und Sprachmentoren vor Ort. Denn die regelmäßige Reflexion des eigenen pädagogischen Handelns, der gezielte Einsatz von Sprachlehrstrategien und sprachförderlichen Materialien und ein bewusstes Sprachvorbild helfen, Kinder in ihrer Sprachentwicklung zu stärken.

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