Die wissenschaftliche Begleitung des Landesprogramms ist bei der Koordinierungsstelle am Zentrum für Forschung, Weiterbildung und Beratung an der ehs gGmbH angesiedelt. Die Kernaufgabe der wissenschaftlichen Begleitung liegt in der formativen Evaluation, die der Qualitätssicherung und kontinuierlichen Weiterentwicklung des Programms dient. Dazu führt die Koordinierungsstelle ein systematisches Monitoring sowie qualitative und quantitative Datenerhebungen durch.
Das Monitoring bildet vor allem die Ausbreitung des Landesprogramms ab und gibt einen Überblick darüber, von welchen Angeboten der Sprachmentorinnen und Sprachmentoren die pädagogische Praxis profitiert.
Die qualitative Datenerhebung und -auswertung ermöglicht einen vertieften Einblick in die Umsetzung des Programms. In der ersten Förderungsphase ermittelte die wissenschaftliche Begleitung den Ist-Stand der sprachlichen Bildung und der Mundgesundheit in der Kindertagesbetreuung in Sachsen sowie die damit einhergehenden Bedarfe.
In der aktuellen Förderungsperiode erkundet die wissenschaftliche Begleitung die Perspektiven der Sprachmentorinnen und Sprachmentoren auf ihre Arbeit im Landesprogramm. Die leitfadengestützten Interviews gewähren einen Einblick in die Arbeitsweise der Sprachmentorinnen und Sprachmentoren in allen teilnehmenden Regionen Sachsens, verdeutlichen die aktuellen Bedarfe der frühpädagogischen Praxis und ermöglichen Rückschlüsse auf die Arbeitsweise der Koordinierungsstelle.
Die leitenden Forschungsfragen der wissenschaftlichen Begleitung sind dabei:
Wie werden die Themen sprachliche Bildung und Gesundheitsbildung/Mundgesundheit in der Kindertagesbetreuung Sachsen umgesetzt? Welche Bedarfe haben Kinderkrippen, Kindergärten, Horte und Kindertagespflegestellen? Welche Erwartungen werden an das Landesprogramm und an die Sprachmentorinnen und -mentoren gestellt? Und welche Erfahrungen aus den Bundesprogrammen können genutzt werden?
Diese Fragen wurden in der sachsenweiten Fachkräfte-Befragung des Landesprogramms untersucht, an der sich von Mai bis Juli 2024 insgesamt 945 pädagogische Fachkräfte und Kindertagespflegepersonen beteiligt haben. Die Befragung wurde von der wissenschaftlichen Begleitung des Landesprogramms durchgeführt.
Lisa Landeck
Semmi Tuemkaya
Aileen Völlger (in Elternzeit)