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Das Landesprogramm zur alltagsintegrierten sprachlichen Bildung in der Kindertagesbetreuung Sachsen wird fortgeführt. Die sächsische Landesregierung setzt damit ein deutliches Zeichen für die gezielte Qualifizierung und Unterstützung pädagogischer Fachkräfte in
Seit dem Start der ersten Sprachmentorinnen und Sprachmentoren im Frühjahr 2024 profitieren Fachkräfte vor Ort vor allem von individueller Beratung und Qualifizierung. Die Monitoring-Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung des Landesprogramms belegen dies (Stand Mai 2025):
Die enorme Wichtigkeit des Themas zeigen die Ergebnisse der Schulaufnahmeuntersuchungen im Schuljahr 2023/2024 in Sachsen: 35 % der Kinder in Sachsen zeigten bei der Schulaufnahmeuntersuchung Auffälligkeiten im Bereich Sprache und Sprechen.
Auch die wissenschaftliche Begleitung im Landesprogramm bestätigt den Bedarf: In einer Befragung von 945 Fachkräften im Jahr 2024 äußerten 79 % Interesse an den Fortbildungsangeboten der Sprachmentorinnen und Sprachmentoren, 73 % wünschen sich eine Beratung vor Ort und 66 % möchten mehr Wissen über Sprach- und Sprechstörungen bei Kindern.
Eine frühzeitige und gezielte Unterstützung in der Kita ist daher ein entscheidender Hebel, um Chancengleichheit und Bildungserfolg von Anfang an zu sichern.
„Wenn das Kind sechs oder acht Stunden in der Kita ist, muss ich jede Stunde nutzen, um es sprachlich zu fördern. Das ist ein ganz wichtiger Bildungsauftrag“
Die bisherigen Rückmeldungen aus der Praxis belegen den Bedarf an qualifizierender Unterstützung: die Angebote der Sprachmentorinnen und Sprachmentoren stoßen auf große Wertschätzung und werden mit hoher Beteiligung wahrgenommen.
Die Fortsetzung des Programms, vorerst bis Ende 2026, ermöglicht es, Handlungskompetenzen in der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung weiter auszubauen und so einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit und zum Bildungserfolg von Kindern zu leisten.